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Meine Gesundheit ...

... gleich nachdem ich bei meinem neuen Rudel eingetroffen war, versuchten diese mich stubenrein zu bekommen. Das dauerte auch nur ein paar Tage, dann wußte ich, wie ich ihnen Bescheid sagen konnte, und die beiden Menschen wußten, dass sie dann SOFORT von der Couch springen mußten, um mir die Terassentür zu öffnen. Anhalten konnte ich da noch nicht. Dann aber bekam ich eine Blasenentzündung (es war den Winter über wirklich bitterkalt), und meine Leute mußten mich andauernd rauslassen, damit ich machen konnte (auch wenn's nur ein paar Tropfen waren). Frauchen und Herrchen wechselten sich nachts ab, einer von beiden schlief bei mir auf der Couch, um Schlimmeres zu verhindern. Dank homäopathischen Mitteln ging diese Verkühlung allmählich weg. Es folgte eine Mittelohrentzündung, die nicht so schnell wegging ! Herrchen wußte gar nicht, wie ihm geschah. Er besaß damals einen Zwergpinscher, so ungefähr 11 Jahre lang, und dieser hat außer einmal im Jahr zur Impfung nie einen Tierarzt besuchen müssen. Er war wohl der Meinung, mit mir würde es sich ähnlich verhalten, aber weit gefehlt ... denn eine erneute Blasenentzündung meldete sich an. Armes Herrchen ! Mit sowas wie mir hatte er dann doch nicht gerechnet :)

Mit 7 Monaten wurde ich läufig. Im Kopf noch der Kleinkind-Hund, aber die Hormone im Körper spielten völlig verrückt. Ich war total müde und maddelig und nicht so spielbegeistert wie sonst. Für meine Menschen muß das wie Urlaub gewesen sein, mal nicht vom nervigen Pinscher spieldrangsaliert zu werden. Es war ungewohnt für sie, waren sie doch einen aufdringlichen Aktivisten gewohnt. Und dann das Blut und der helle Teppich ... !!! Ich bekam eine kleine, schwarze Hose von meiner Freundin Enja geliehen. Aber ich fand die einfach zu eng und mochte mich überhaupt nicht bewegen ... Ich stand da wie steifgefroren und blickte meine Leute flehend an. Brachte nichts, also puhlte ich so lange mit den Zähnen daran herum bis ich diese Plastikschnalle auf hatte. Herrchen stöhnte, dass seine Deutsche Dogge von damals nicht mal halb so viel Blut verloren hätte wie ich ! "Was kann denn aus so einem kleinen Hund alles herauskommen"? Er war fix und fertig !

   Ich war so lustlos ...

Zur Auslauf-Problematik wurden meine Leute dann kreativ und kauften Kinderslips Gr. 104, schnitten ein Loch für den Schwanz hinein und nähten es um. Anfänglich versuchten sie es mit kleingeschnittenen Einlagen, aber diese bekam ich gut raus, also wurden sie letztendlich weggelassen. Frauchen kaufte noch viel mehr Slips und wusch diese jeden Tag aus. Sie hingen inzwischen überall im Haus herum, auf den Heizungen und an den Türklinken, um schnellstmöglich wieder durchgetauscht werden zu können.

  

              Wir stellten fest, dass mir hellblau recht gut stand ...

   Knack-Po :)

Wenn meine Leute nicht aufpaßten, ich wie selbstverständlich raus in den Garten lief, und sie es nicht rechtzeitig schafften, mir das Höschen abzustreifen ... tja, da ging schon mal was buchstäblich "in die Hose" ... Tja, immer aufpassen Leute !

   ... andauernd müde ...

Frauchen versuchte in meiner kompletten Läufigkeitsphase meine Stehtage herauszufinden. Aber es gelang ihr nicht, da mich Rüden einfach nicht interessierten, zu keiner Zeit. Ich mochte auch nicht spielen und war irgendwie einfach nur schlecht drauf. Menschlich gesehen depressiv ! Diese Phase hielt echt lang an, also ein langer "Urlaub" für meine Menschen. Es wurde ihnen allmählich unheimlich und langsam empfanden sie meinen Zustand als besorgniserregend. Von Freunden hieß es dann, ich sei ja auch älter geworden und reifer und wahrscheinlich auch ruhiger. Aber als dann aus meinen angeschwollenen Zitzen Milch schoß, war das Rätsel endgültig gelöst: ich war scheinträchtig ! Auch das noch !

Direkter Anschluß an meine Läufigkeit. Nun hieß es für meine Menschen Bespaßung bis der Arzt kommt ! Ablenkung, Spiel und Spaß den ganzen, lieben Tag lang ! Die Teddy's kamen alle weg, obwohl ich die gar nicht als Kindersatz genutzt hatte, sondern immer nur "tod" schüttelte, aber es gab jetzt nur noch ausgewähltes Spielzeug ! Wir überstanden schließlich auch diese Phase, aber was dann folgte, war wohl unausweichlich: Kastration !

Dabei hatten Frauchen und Herrchen doch ernsthaft über's Züchten nachgedacht oder mich wenigstens einmal Mama werden zu lassen. Hatte ich meine Menschen doch durch mein charmantes Wesen von "hundelos" auf "pinschersüchtig" gewandelt. Sie sahen sich sogar schon nach einer größeren Heimat für die vielen Pinscher und mich um. Denn, und das wußten wir alle, sie würden es bestimmt nicht über's Herz bringen, auch nur einen der Pinscher-Babys wegzugeben. Na gut, diese Überlegungen waren nun Geschichte !

Ich kam morgens zum Tierarzt und nachmittags wurde ich wieder abgeholt. Ich konnte meinen Leuten schon entgegen gehen, so gut ging es mir inzwischen wieder. Nur diese riesige Tüte um den Hals war nervig. Jeder Türrahmen war zu eng für mich. Ich stieß überall gegen ! Nachts war's dann besonders schlimm ... ich blieb ständig überall hängen, vorallem wenn ich in mein Körbchen wollte. Also hielt Frauchen den Trichter hoch und ich konnte in meinen Korb. Ich drehte mich hin und her und beschloß noch mal raus zu gehen, um von der anderen Seite eine bessere Position einnehmen zu können ... aber schwubs ... da kam ich wieder nicht rein ... stöhn ! Also entweder hat Frauchen der ständige Lärm, den mein Trichter verursachte, genervt, oder aber sie hatte einfach Mitleid mit mir ... jedenfalls trug sie ihre Matratze ins Wohnzimmer und legte sich dort hin, damit ich mich an sie schmiegen konnte. Danke Frauchen ! Herrchen blieb die erste Nacht auch bei uns auf der Matratze. Die darauffolgenden Nächte wechselten sich meine Leute dann ab.

   ... ich war vielleicht platt ...

Hier telefonierte Frauchen noch mit einer Freundin, um ihr mitzuteilen, dass meine Kastration gut verlaufen sei und ich wieder zuhause bin. Glaubt mal ja nicht, das ich mich von ihrem Hals runter bewege, nur weil sie telefoniert ... Ha ! Gar nichts los !

Wie gesagt, Blau steht mir ! Machen Querstreifen nun schlank ? Oder waren das Längsstreifen ?

Da Enja und ihr Frauchen Arnika diese ganze Kastrations-Prozedur ja schon hinter sich hatten, liehen sie uns ihren eigens-erschaffenen "spezial-für-Enja-getunten-Trichter", der mir auch besser paßte als der vom Tierarzt. Aber auch damit lief ich überall gegen, ich kriegte die Kurven einfach nicht ! So mußte mein Herrchen - die Nadelprinzessin - mal wieder was für seinen Hund zaubern ... also nähen ... Es ging wieder daran viele Babybodys zu kaufen und hundgerecht zu beschneidern ... sah zwar nicht so toll aus, aber es half, um mich von der Narbe fernzuhalten.

Ja, ich hatte schon schönere Zeiten ... seufz ...